Auf dem Weg zu meiner ersten Solo-Ausstellung: „Let’s talk Birds" ist in Sicht

In gut zwei Wochen ist es so weit: Meine erste Solo-Ausstellung eröffnet im Kulturforum im Hafen in Buxtehude. Während draußen alles im Eiltempo Richtung Sommer geht, verbringe ich gerade die meiste Zeit zwischen Leinwänden, Zeichnungen, Farbklecksen und ziemlich vielen offenen To-do-Listen.

Die letzten Monate waren intensiv — und ehrlich gesagt auch ziemlich lehrreich.

 

Kunst machen ist nur ein Teil der Ausstellung

Bevor ich mit der Planung begonnen habe, dachte ich, eine Ausstellung bedeutet vor allem eins: Bilder zu malen. Naja, mir war schon klar, dass mehr dazu gehört. Aber was genau, wie es sich anfühlt und wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, merkt man doch am besten während man es macht. 

Neben der eigentlichen künstlerischen Arbeit muss ich mich auch mit vielen anderen Dingen beschäftigen. Einige davon sind definitiv Neuland für mich: z. B einen Presstext und eine Rede schreiben, eine Werkliste anfertigen, die Hängung und der Transport, Rahmung, Planung, Einladungen und Flyer verteilen und Organisation. Mein Alltag steht also gerade unter dem Motto: "Learning by doing".

Und obwohl das manchmal anstrengend ist, macht genau das die Vorbereitung auch spannend. Ich merke, wie aus einzelnen Bildern langsam ein großes Ganzes entsteht.

 

Neue Serien und viele Ideen gleichzeitig

Für „Let’s talk Birds“ arbeite ich aktuell an mehreren Serien parallel. Manche Werke entstehen auf Leinwand, andere auf Holz oder Papier. Ich kombiniere Acrylmalerei, Kohlezeichnung, Schrift und mische digitale Methoden mit analogen.

Dabei springen meine Gedanken oft zwischen verschiedenen Arbeiten hin und her...besonders zwischen der kreativen und der organisatorischen. Auch, wenn mir die organisatorische Arbeit auch gefällt, so sind die kreativen Zeiten mit meinen Leinwänden doch die besonderen Momente. Während ich an einem Tag meine ersten großformatigen Keilrahmen selbst zusammenzimmere, liegen daneben kleine abstrakte Experimente oder Textfragmente für Blogartikel, Pressebericht und co. Das Chaos gehört im Moment einfach dazu.

Und genau daraus entwickelt sich die Ausstellung.

 

Warum Wasservögel?

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen als Motive Wasservögel aus dem Alten Land und der Region rund um Buxtehude: Reiher, Möwen, und Enten, die hier ganz selbstverständlich zur Landschaft gehören.

Mich interessiert dabei weniger die klassische Naturdarstellung. Ich frage mich eher:

Wie erleben diese Tiere ihre Umgebung?
Wie verändert sich ihr Lebensraum?
Und was passiert, wenn wir versuchen, die Perspektive einmal zu wechseln?

Viele Ideen entstehen draußen — am Wasser, auf Spaziergängen oder durch kleine Beobachtungen im Alltag. Oft reicht ein Moment oder eine Bewegung, aus der später ein Bild entsteht.

 

Zwischen Vorfreude und Ausnahmezustand

Kurz vor meiner ersten Solo-Ausstellung fühlt sich vieles gleichzeitig an: aufregend, chaotisch, motivierend und manchmal auch ziemlich überwältigend.

Es gibt Tage, an denen alles funktioniert und plötzlich mehrere neue Arbeiten gleichzeitig entstehen. Und dann gibt es Momente, in denen ich denke: Wie soll das alles rechtzeitig fertig werden?Und kann die Erkältung nicht bis nach der Vernissage warten? Aber genau diese Mischung gehört wahrscheinlich dazu.

Trotz aller Planung und Organisation überwiegt gerade vor allem die Vorfreude. Ich freue mich darauf, die Arbeiten endlich im Raum zu sehen — und natürlich darauf, die Ausstellung mit Besucherinnen und Besuchern zu teilen.

 

Parallel dazu: Ausstellung mit Kunstkollektiv FLUNST e.V. im Museum Altes Land

Die Arbeit mit den "FLUNSTis" ist für mich ein wichtiger Ausgleich, weil dort verschiedene künstlerische Positionen und Ideen zusammenkommen. Gleichzeitig merke ich, wie unterschiedlich sich Gruppenprojekte und eine erste eigene Solo-Ausstellung anfühlen. Bei „Let’s talk Birds“ geht es zum ersten Mal nur um meine eigenen Bildwelten, Gedanken und Arbeitsprozesse.

Das ist aufregend und ... persönlich.

Mein erster Artist Walk: Wiederholenswert!

coming soon.

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Kommentare: 2
  • #1

    Doris Postel (Samstag, 30 Mai 2026 20:50)

    Hi Marlies,
    Ich habe gerade gelesen: Kunst und Kultur verlängern das Leben. Und das ist jetzt endlich auch wissenschaftlich erwiesen. Ich würde mal sagen, du machst alles richtig �� Ich wünsche dir viel Erfolg in Form von viel positivem Feedback.
    Wenn es mal wieder einen Artist Walk gibt, lass es mich wissen. Ich wäre gerne dabei!
    LG Doris

  • #2

    Marlies Abramowski (Samstag, 30 Mai 2026 21:06)

    Ja, das habe ich auch gelesen. ist das nicht wunderbar?! Und ist es nicht einfach logisch, dass Dinge, die einem Spaß machen und sich gut anfühlen auch gleichzeitig etwas für einen tun?! Natürlich lebt ein glücklicher und ausgeglichener Mensch nicht nur besser, sondern auch länger. Und dann ist da noch der verbindende soziale Aspekt, wenn Kunst gemeinsam erlebt wird. Ich freue mich sehr über diese Studie und noch mehr darüber, selbst dazu beitragen zu können, dass sich ein paar Menschen besser fühlen können.